Namaste (Hallo) aus Kathmandu,
Nachdem wir nach einer insgesamt 12-stündigen Flugzeit von
Johannesburg über Dubai in Kathmandu angekommen sind, wurden wir
freundlicherweise von unserem Hostel am Flughafen abgeholt (was man für zwei
Euro p. P. die Nacht inkl. Frühstück ja wohl auch erwarten kann).
Kathmandu als Stadt kann man eigentlich recht einfach mit
drei Worten beschreiben:
Saudreckig, laut, chaotisch
Ein „Sechser“ im Lotto ist wahrscheinlicher als eine zuverlässige Stromversorgung. Wir hatten in
unseren zwei Tagen Aufenthalt permanent nur Notstrom über ein Aggregat.
| Es grenzt an ein Wunder, dass bei diesem Kabelwirrwarr überhaupt manchmal Strom ankommt |
Dies
bringt mich auch schon wieder zum nächsten Punkt:
Die Luftqualität kann smogbedingt
nicht gerade mit einem deutschen Kurort mithalten. Um das Ganze abzurunden,
sind die Straßen zugemüllt und der Metzger weidet Hühner auf der Hauptstraße
aus.
Das wichtigste Bedienelement aller motorisierten
Fortbewegungsmittel ist nicht etwa die Bremse, vielmehr die Hupe steht im
Vordergrund. Diese wird permanent zu jedem erdenklichen Zweck eingesetzt.
Insbesondere die größeren Vehikel wie LKWs und Busse haben ihre Fahrzeuge mit
Nebelhörnern ausgestattet, um sich lautstark Gehör zu verschaffen.
| Auch der Nachwuchs ist schon im Transportgewerbe tätig |
Kleingeld ist in Nepal Mangelware, deshalb ist es eine
Volkssportart, seinen Vorrat an kleinen Scheinen bestmöglichst zu schützen
(Münzen gibt es offiziell zwar, werden aber aufgrund ihres geringen Wertes
quasi nicht eingesetzt).
| Der Schein, bzw. die Scheine trügen, leider fühlt man sich mit einem Bündel nepalesischer Rupien nur reich |
Blendet man all diese Umstände aus, so hat die Stadt auch
einiges zu bieten.
Unser Hotel befand sich beispielsweise im Bezirk Thamel. Hier
gibt es unzählige verschlungene Gassen, in denen man das bunte Treiben der
Nepalesen beobachten kann. Viele der Gebäude sind Jahrhunderte alte
Mönchsbauten, an denen der Zahn der Zeit schon einige Spuren hinterlassen hat.
Heute werden diese Häuser entweder privat genutzt oder sie beherbergen kleine
Läden sowie Restaurants, in denen man gut und günstig essen kann. In die Küchen
schaut man hygienebedingt lieber nicht. Zum Glück wird das meiste Essen recht
heiß angebraten, sodass hoffentlich alle Keime verendet sind.
| Hoffentlich wurde alles schön heiß angebraten - geschmeckt hat es jedenfalls |
| Auch an Tempel mangelt es in Kathmandu nicht (hier der Durbar Square) |
Unseren ersten Aufenthalt in Kathmandu nutzten wir im
Wesentlichen dafür die indische Botschaft aufzusuchen, um unseren Visaantrag zu
stellen. Hier ist es ratsam früh am Morgen zu erscheinen, denn schon zwei Stunden vor der eigentlichen Öffnungszeit bildet sich eine Schlange an Reisewütigen (wir waren natürlich (fast) ganz vorne).
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| Alle warten gespannt auf 9:30 Uhr, die Öffnungszeit der Botschaft |
Danach ging es schnurgerade mit einem Touristenbus in einer
siebenstündigen Fahrt ins vergleichsweise ruhige Pokhara.

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