Vom großen See ging es nun wieder in trockene Gefilde. Der
Canyon del Colca ist mit einer Tiefe von 1200 Metern die tiefste Schlucht
Perus.
Hier hatten wir eine zweitägige Trekkingtour gebucht, welche
uns tief in den Canyon führte.
Zuerst stoppten wir jedoch bei Cruz del Condor, einem
Aussichtspunkt, von welchem man am frühen Morgen die hier ansässigen Kondore
beobachten kann. Diese Geier können eine Spannweite von über 3 Metern, ein
Alter von 90 Jahren und eine Flughöhe von mehreren tausend Metern erreichen.
Dank unseres tollen Zoomobjektives kamen wir ganz nahe an die sehr seltenen und
hauptsächlich in der Andenregion ansässigen Vögel heran – wirklich ein
beeindruckendes Schauspiel.
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| Eine Gruppe der Aasgeier aus der Ferne - die Population beträgt hier lediglich 48 Tiere |
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| Und nocheinmal zwei Exemplare aus der Nähe |
Danach machten wir uns auf den Weg hinab in die Schlucht,
überquerten Flüsse und wanderten durch kleine Dörfer, bevor wir am frühen Abend
unser Ziel, „die Oase“, erreichten.
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| Wandern im Canyon del Colca |
Dieser Ort im Herzen des Canyons wird von
einem Wasserfall mit Frischwasser gespeist und erstrahlt dank dessen in vollem
Grün. Hier gab es sogar einen Pool in dem man sich abkühlen konnte – ein starker
Kontrast zur sonst so kargen Landschaft.
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| "Die Oase" - unser Nachtlager |
Nach einer kurzen Nacht in einer Bretterhütte machten wir
uns frühmorgens um 4:30 Uhr wieder auf den Weg zum oberen Rand des Gipfels.
Zuhause
ist uns normalerweise jede Treppenstufe zu viel, hier jedoch bezahlen wir sogar
dafür, dass wir uns stundenlang an einem Steilhang abquälen dürfen – wir
spinnen doch.
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| Ein Teil des morgendliche Aufstieges (der gezakte Trampelpfad nach oben) |
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| Auf dem Rückweg stoppten wir beim Anfangspunkt des Canyons. Diese Terassen sind schon 1500 Jahre alt. Einst von den Inkas angelegt, werden sie noch heute bewirtschaftet. |
Während einer wieder mal langen Busfahrt konnten wir nach unserer anstrengenden Wanderung die
Füße hochlegen. Das nächste Ziel war Cusco, eine Stadt, welche wir als
Ausgangspunkt für die naheliegenden Sehenswürdigkeiten nutzten.
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