Samstag, 14. Juni 2014

Thailand – Koh Phangan



Auf dem Weg in den Süden war der nächste Stop unserer Inselhopping-Tour Koh Phangan. Zwar hatte unser Bungalow keinen direkten Meerblick, aber 100 Meter Fußmarsch zum weißen Sandstrand waren gerade noch zu verschmerzen.

Unser "Hausstrand"

Abendessen an der Beachfront
Nachdem wir dort den ersten Nachmittag in der Sonne gebrutzelt hatten, hörten wir vom angeblich schönsten Strand der Insel – dem Bottle Beach. 

Der Legende nach sind Touris durch den Dschungel gestolpert und haben durch Zufall eine kleine Bucht mit tollem weißem Sandstrand entdeckt. Damit sie auch wieder zurückfanden, hatten sie den Weg mit Flaschen markiert – daher der Name.

Wenn man keinen langen Fußmarsch auf sich nehmen möchte, gelangt man dort leider nur mit einem teuren Boot hin. Von der Fahrt mit einem Roller über die extrem schlechte Zufahrtsstraße wurde uns eindringlich abgeraten. 

Nachdem uns auch noch der Vermieter unseres Rollers verboten hatte dort hin zu fahren, machten wir uns auf den Weg. Und die Straße war wirklich sauschlecht, die Bezeichnung Acker wäre definitiv treffender gewesen!

Einfach kann jeder - ein bisschen tat uns der Roller ja leid
Irgendwie schafften wir es dann aber trotzdem ohne einen einzigen Kratzer zum Beach und wurden mit einem fast menschenleeren Strand belohnt.



Der "Bottle Beach"
Am nächsten Tag machte uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Langsam macht sich die Regenzeit in Thailand bemerkbar, somit muss man den ein oder anderen nicht so schönen Tag in Kauf nehmen.

Nachdem wir also einen Tag auf unserer Terrasse gelesen hatten, ging auch schon wieder unser Boot in Richtung Railay, einem kleinen abgeschnittenen Örtchen an der Westküste.

Dienstag, 10. Juni 2014

Thailand - Koh Tao



Von Hanoi nach Koh Tao ging es mit einer Taxi-Flugzeug-U-Bahn-Tuk-Tuk-Bus-Tuk-Tuk-Boot-Taxi-Kombination. Wer jetzt denkt, „das sind aber verdammt viele Verkehrsmittel“, der liegt goldrichtig! 
Der Trip dauerte ziemlich genau 27 Stunden und alles was uns erwartete, war ein Abend voller Theorieunterricht. Wir hatten uns nämlich für einen PADI Open-Water-Tauchschein angemeldet. 

Koh Tao liegt im Süden von Thailand, ist eine wunderschöne Insel und jeder scheint hier tauchen zu gehen. Wir hatten uns im größten Tauchresort der Insel eingenistet, hier werden 1 Prozent aller Tauchscheine weltweit ausgestellt. Das Ganze hört sich ziemlich nach Massentourismus an, war aber halb so schlimm.

Sehen wir nicht wahnsinnig professionell aus?!

Der Open-Water-Tauchschein dauerte vier Tage, glücklicherweise war nur ein kleiner Teil davon Theorie, sodass wir uns die meiste Zeit mit dem Tauchen beschäftigen konnten.

Zu Beginn war man zwar mehr mit sich selbst und den noch neuen Gerätschaften beschäftigt, aber schon bald konnten wir die vielen Fische, Korallen und was da sonst noch kreucht und fleucht genießen.

Leider haben wir keine eigene Unterwasserkamera, aber glücklicherweise konnten wir ein paar Bilder von Leuten stibitzen, die mit uns tauchten.



Verena liebt das Tauchen
Prüfung bestanden - das musste gefeiert werden
Da wir Gefallen an der Unterwasserwelt gefunden hatten, legten wir gleich nochmal nach und belegten den weiterführenden Kurs. In zwei Tagen wurden wir so zu PADI-Advanced-Open-Water-Taucher. Nun dürfen wir weltweit bis zu einer maximalen Tiefe von 30 Metern tauchen.

Beim Advanced-Tauchkurs warteten insgesamt 5 Tauchgänge auf uns. Beim ersten ging es in die Tiefe: Stolze 30,2 Meter zeigten unsere Tauchcomputer an. Zwei weitere Highlights waren der Tauchgang bei Nacht (im Dunkeln ist die Unterwasserwelt dann nochmal etwas ganz anderes) und ein Tauchgang zu einem Schiffswrack aus dem zweiten Weltkrieg. Dieses wurde extra für Taucher vor der Insel versenkt und wird nun mehr und mehr von Fischen und Korallen besiedelt.

Die ganze Tauchcrew
Tauchen beim Schiffswrack - wer erkennt uns?
Ein Triggerfisch, diese Viecher können Zähne zeigen
Nemo haben wir auch getroffen


Sechs Tage verbrachten wir so ausschließlich mit dem Tauchen und sahen außer verschiedenen Tauchspots nicht wirklich was von der Insel.

Deshalb verlängerten wir um eine weitere Nacht, mieteten uns einen Roller und klapperten verschiedene Strände und Aussichtspunkte ab.

Panoramablick über die Insel





Hier hätten es hier wirklich noch ein paar Tage ausgehalten, aber wer steht, der rostet und außerdem rennt uns die Zeit weg. Deshalb ging es nach einer wirklich tollen Woche weiter nach Koh Phangan, eine weitere Insel im Süden Thailands.

Sonntag, 1. Juni 2014

Vietnam – Hanoi



Mit dem Zug ging es nach Hanoi, dem letzten Ziel unseres Vietnamaufenthaltes. Nun haben wir mittlerweile schon sechs Länder bereist, unglaublich wie die Zeit vergeht. 

Auch dieses Mal hielt die vietnamesische Bahn eine kleine Überraschung für uns bereit, denn es waren nur noch Tickets in der Holzklasse und keine kuschligen Betten mehr verfügbar.
Im billigsten Abteil des Zuges sind einfache Holzbänke zum Sitzen auf den Boden geschraubt. Nach dieser Zugfahrt werden wir von nun an Obdachlosen mit großem Respekt begegnen, denn so eine Nacht auf einer Parkbank ist wahrlich kein Vergnügen.
Glücklicherweise freundeten wir uns mit zwei Israelis an und vertrieben uns ein paar Stunden mit ausgiebigem UNO spielen.

Die Holzklasse

Da wir in Hanoi keine Lust auf Sightseeing hatten, schlenderten wir die meiste Zeit durch die Straßen und ließen uns von dem wilden Gewusel treiben.

Typisches Straßenbild von Hanoi, hier gibt es Roller wie Sand am Meer
Einer geht noch
Teil der Altstadt
Hier gibt es unzählige Straßencafés und unglaublich gutes Essen. Oft haben Straßenrestaurants nur ein einziges Gericht auf ihrer Karte, welches sie über viele Jahre hinweg perfektioniert haben.

In einem der Straßencafés - Kaffee kochen können die Vietnamesen

Am ersten Abend verabredeten wir uns mit zwei anderen Weltenbummlern. Diese hatten wir vor zwei Wochen kennengelernt und zufällig in Sapa wieder getroffen. Der Abend stand im Zeichen von lokalen Spezialitäten. Zuerst gab es Bun Bo Nam Bo, ein einfaches Gericht aus Glasnudeln, Rindfleisch sowie Bohnensprossen, Zitronengras und grüner Mango. 

Bun Bo Nam Bo - wirklich lecker
Der Chefkoch bei der Arbeit
Als „Verdauerchen“ gönnten wir uns im Anschluss „Happy Water“. Hierbei wird eine Kokosnuss aufgebohrt und bis zum Rand mit Schnaps gefüllt. Das Gemisch wird ein paar Wochen stehen gelassen und heraus kommt ein leckerer Likör. 
Zu viert lehrten wir so eine „Nuss“ und machten uns auf den Weg in ein Cafe.

Happy Water, die Nuss mit Schuss

Als letzten Betthupferl gab es dann einen Kaffee mit Ei. Hört sich komisch an, aber hat nicht einmal so schlecht geschmeckt. 

Und weil hier einfach der perfekte Ort zum Schlemmen ist, füllte dies auch unseren nächsten Tag in Hanoi, bevor es nach einer weiteren Nacht mit dem Flugzeug nach Bangkok ging.

Hochbetrieb bei einem der Straßenrestaurants

Nein, Verena wurde nicht zum Biertrinker, das steht dort nur für das Foto

Samstag, 31. Mai 2014

Vietnam – Sapa



Während unserer Odyssee  von Cat Ba nach Sapa wurden unsere Nerven wieder einmal strapaziert. Zum einen dauerte die gesamte Reise fast einen ganzen Tag, zum anderen wurden wir mal wieder „verarscht“, was in Vietnam (und in Südostasien allgemein) leider an der Tagesordnung ist. 

Nachdem wir Bus, Boot und Taxi hinter uns gebracht hatten, wollten wir den letzten Streckenabschnitt in einem Schlafabteil eines Zuges verbringen.
Zu unserem Erstaunen erklärten uns die Damen am Ticketschalter, dass alle Betten ausverkauft seien und wir einen Sitzplatz nehmen müssten. Leicht geknickt, dass wir die Nacht nun im Sitzen verbringen müssen, machten wir uns auf dem Weg zu unserem Abteil. Als wir so am Zug entlang liefen, bemerkten wir zu unserer Verwunderung, dass es noch massig freie Betten gab. Als uns die Schaffnerin bei der Ticketkontrolle dann fragte, ob wir für einen utopischen Betrag nicht doch gerne ein Bett haben möchten, wurde uns schnell klar, was hier gespielt wird. Scheinbar machten Ticketverkäufer und Schaffner gemeinsame Sache und versuchen so ihre Schwarzgeldkassen aufzubessern. Zuerst wurden Schlafabteile absichtlich frei gehalten, um diese im Anschluss für überhöhte Preise an Passagiere mit Sitzplätzen weiterzuverkaufen. Nach einer geschätzten halbstündigen Preisverhandlung hatten wir endlich einen für uns akzeptablen Preis erkämpft und konnten es uns in einem der Betten bequem machen.

Am nächsten Vormittag erreichten wir dann endlich unser Ziel. Sapa liegt im Norden auf ca. 1600 Metern und gilt als der kälteste Ort Vietnams. Die angenehmen Temperaturen und frische Luft waren nach der brütenden Hitze der letzten Wochen wieder eine willkommende Abwechslung (Zumindest für einen von uns, Verena suchte natürlich sofort nach ihrer wärmenden Weste, 25 Grad sind einfach „schweinekalt“).


Aber es gab auch warme Momente - hier Verena ohne Jacke

Rund um Sapa gibt es tolle Berge, hier leben unzählige Minderheiten vom Reisbau in kleinen Dörfern (und einige von ihnen bestimmt auch vom Tourismus).


Einer der Reisbauern samt Wasserbüffel, mit ihm wird hier noch auf dem Reisfeld gearbeitet

Eigentlich wollten wir hier trekken gehen und eine Nacht in den Bergen schlafen, aber Verenas Magen rebellierte ein wenig und so entschieden wir uns dazu, die Gegend schön entspannt mit dem Roller zu erkunden. Reisfelder, Reisfelder und noch mehr Reisfelder säumten den Weg und es wechselten sich bis an den Horizont verschiedene Grüntöne ab. Schön war auch, dass man außerhalb der Stadt fast keinem Touristen begegnete.

Spielglein Spieglein an der Wand am Roller


Unglaublich was alles auf einen Roller passt


Reisfelder bei Sapa
Nachdem wir in Sapa drei Tage frische Luft getankt hatten, ging es weiter nach Hanoi. Auch diese Zugfahrt war ein Ereignis, welches wir wohl nicht so schnell vergessen werden.

Nun ist schon Halbzeit unserer Reise. Kaum zu glauben, aber wir verstehen uns immer noch :-)